Antennen

Gehören zum Gemeinschaftseigentum, sofern diese gemeinschaftlich genutzt werden. Gehören zum Sondereigentum wenn diese nur von einem oder wenigen Wohnungseigentümern errichtet wurde und nur für deren Rundfunk- und Fernsehempfang zuständig dient.

Balkon

Fassadenbestandteile, gegossene Betonbodenplatte und die Außenwände, Balkongitter, Isoliersicht und alles was der Baustabilität und dem Feuchtigkeitsschutz dient = Gemeinschaftseigentum Der Raum auf dem Balkon und die darauf angebrachten Gegenstände, wie zb lose verlegte Bodenplatten = Sondereigentum

Dachterrassen

Bei Nutzung durch alle Wohnungseigentümern = Gemeinschaftseigentum. Ausschließliche Nutzung durch einen einzelnen Wohnungseigentümer = Sondereigentum oder Sondernutzungsrecht.

Fenster

Als Fassadenbestandteile gehören die Außenfenster zum Gemeinschaftseigentum. Mögliche Kosten für Außenanstrich oder der Reparatur von zerbrochenen Scheiben sind, soweit keine anderslautende Regelung in der Gemeinschaftsordnung geregelt sind von der Gemeinschaft zu tragen. Der Innenanstrich gehört idR zum Sondereigentum.
Fensterbänke/ -simse
Außen = Gemeinschaftseigentum. Innen = Sondereigentum.
Fensterläden
Gemeinschaftseigentum. Gleiches gilt für Außenrollläden sowie die Technik.

Fußböden

Estrich/ Bodenaufbau = Gemeinschaftseigentum. Fußbodenbeläge (wie Fliesen, Parkett, Laminate) = Sondereigentum.

Garagen

Sind in der Regel in der Teilungserklärung als Sondereigentum zugeordnet. Bei Gemeinschaftsgaragen gehört zB der Bodenbelag, das gemeinsame Rolltor, etc. idR. zum Gemeinschaftseigentum. Kosten für zB. Doppelparker betreffen die jeweiligen Eigentümer.

Gemeinschaftseigentum

Als Gemeinschaftseigentum bezeichnet man z. B. alle tragenden Teile des Gebäudes, Treppenhaus, Dach, Schornstein, Carport (Sondernutzungsrecht), Außenanlagen, Stromzähler, tragende Wände in der Eigentumswohnung, Aufzug, Abzweigung der Rohre zu einer Wohnung, Zu- und Ableitungen zum Gebäude, Fundament, Kanalisation, Haussprechanlage, Estrich, tragende Decken, Isolierschichten, Licht- und Luftschächte (die der Belichtung und Belüftung des gemeinschaftlichen Eigentums dienen), Balkone, etc.

Heizung

Die gemeinschaftliche Heizungsanlage, insbesondere der Heizraum, Brenner, Kessel und Öltank, die Rohrleitungen im Keller und Treppenhaus gehören zum Gemeinschaftseigentum, soweit sie der Versorgung mehrerer Wohnungen dienen. Ab der Verzweigung in die jeweilige Wohnung, gehören alle weiteren Leitungen und Einrichtungen (auch die Heizkörper und Thermostatventile) zum Sondereigentum der jeweiligen Wohnung. In aktueller Rechtsprechung gibt es bereits Urteile, nach denen die Ventile Gemeinschaftseigentum sein können.

Leitungen

Die Rohrleitungen im Keller und Treppenhaus gehören zum Gemeinschaftseigentum, soweit sie der Versorgung mehrerer Wohnungen dienen. Ab der Verzweigung in die jeweilige Wohnung, gehören alle weiteren Leitungen und Einrichtungen zum Sondereigentum der jeweiligen Wohnung.

Markisen

Markisen = Sondereigentum. Mauern: Alle tragenden Mauern und Wände, die der Stabilität des gesamten Gebäudes dienen, gehören zum Gemeinschaftseigentum. Nicht tragende Wände, die sich ausschließlich innerhalb einer einzelnen Wohnung befinden, zum jeweiligen Sondereigentum dieser Wohnung. Nicht tragende Wände, die der Trennung zweier Wohnungen dienen, gehören zum Sondereigentum dieser beiden Wohnungen. Wandverkleidungen (Putz, Holz, Tapeten, Kacheln) = Sondereigentum. Messgeräte: Alle Geräte, die der Kostenverteilung der Heiz- und Wasserkosten dienen, gehören zum Gemeinschafts-eigentum, auch wenn diese innerhalb einer Wohnung verbaut sind.

Mieteigentumsanteil

Bei einer Eigentumswohnung beschreibt der Miteigentumsanteil (MEAT) zu welchem Bruchteil der einzelne Wohnungseigentümer am Grundstück und am Gemeinschaftseigentum beteiligt ist. Der Miteigentumsanteil wird in 1.000stel, 10.000stel oder 100.000stel gemessen. Die Höhe der Miteigentumsanteile ergibt sich aus der Teilungserklärung und wird auch im Grundbuch eingetragen. Anhand des Miteigentumsanteils erfolgt normalerweise auch die Verteilung der Kosten des gemeinschaftlichen Eigentums z. B. der Anteil an den Grundstückssteuern.

Putz

Innenputz an Wänden und Decken = Sondereigentum. Außenputz und der Putz in Gemeinschaftsräumen = Gemeinschaftseigentum.
Stellplätze für PKW: Stellplätze in Sammelgaragen können zum Sondereigentum einer Wohnung gehören, soweit dies in der Teilungserklärung festgehalten und damit im Grundbuch eingetragen ist. Voraussetzung dafür; dauerhafte Abgrenzung durch Markierungen. Stellplätze auf Freiflächen sind immer Gemeinschaftseigentum. Hier kann allerdings ein Sondernutzungsrecht zu Gunsten eines Wohnungseigentümers eingetragen werden.

Sondereigentum

Als Sondereigentum bezeichnet man den Teil des Wohnungseigentums, der im Alleineigentum eines einzelnen Eigentümers steht. Nach § 2 WEG kann das Sondereigentum durch Vertrag aller Miteigentümer eines Grundstücks oder durch Teilung (Teilungserklärung) des alleinigen Eigentümers begründet werden. Der Gegenstand des Sondereigentums wird in § 5 WEG geregelt. Der konkrete Umfang des Sondereigentums ist in der Regel in der Teilungserklärung aufgeführt. Zu beachten ist, dass zum Sondereigentum nur sondereigentumsfähige Teile erklärt werden dürfen. Das sind solche Teile, die in sich auch abgeschlossen sind.

Üblicherweise gehören zum Sondereigentum:

- Abgeschlossene Wohn- oder Geschäftsräume.
- Tiefgaragenstellplätze, sofern die einzelnen Flächen durch dauerhafte       Markierungen ersichtlich sind.
- Weitere abgeschlossene Räume, wie z. B. der Keller, die zwar außerhalb des     Wohnraums liegen,
 trotzdem aber räumlich von anderen Bereichen abgetrennt sind.
- Einzelne Gebäudeteile, wie z. B. nicht tragende Innenwände, Innentüren,           Bodenbeläge und sogar die
 Humusschicht auf der Dachterrasse.
- Anlagen und Einrichtungen in den einzelnen Räumen, so zum Beispiel   Einbauschränke, Sanitärgegenstände,
 nicht für die Funktion der Gesamtanlage notwendige Heizkörper sowie   Versorgungsleitungen, die von der
 Hauptleitung weg zu den einzelnen Wohneinheiten führen.

Teilungserklärung

Die Teilungserklärung wird in § 8 Wohnungseigentumsgesetz (WEG) geregelt. Hierin sind die wesentlichen Informationen über Eigentum, Aufteilung in Miteigentumsanteile, etc. enthalten. Mit der Teilungserklärung wird sachenrechtlich das Wohnungs- und Teileigentum begründet (§ 2 WEG). Der Teilungserklärung ist zu entnehmen, welche Gebäudeteile im Sondereigentum und welche im Gemeinschaftseigentum sind. Ferner sind besondere Sondernutzungsrechte (z. B. Stellplätze) festgehalten. Die Teilungserklärung ist Voraussetzung für die Anlage der Wohnungsgrundbücher. Sondereigentum/ Gemeinschaftseigentum: - Wichtig ist vor allem was in der Teilungserklärung steht.

Terrassen

Ebenerdige Terrassen gehören idR. zum Gemeinschaftseigentum und werden im Zweifel mittels Sondernutzungsrecht der ausschließlichen Nutzung eines Eigentümers zugeordnet. Sie können aber zum Sondereigentum einer Wohnung gehören soweit dies in der Teilungserklärung festgelegt und ins Grundbuch eingetragen wurde.

Türen

Wohnungstüren = Sondereigentum . Haustüren, Balkontüren und Türen zu Gemeinschaftsräumen = Gemeinschaftseigentum. Auch wenn die Wohnungseingangstüren zum Gemeinschaftseigentum gehören, ist für den Innenanstrich der Tür der jeweilige Wohnungseigentümer zuständig.